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Nachgefragt: Im Gespräch mit Norbert Rüsenberg

klein norbertruesenberg Der zweite Advent bringt nicht nur die zweite leuchtende Kerze, sondern auch das zweite Interview. Jeden Sonntag im Dezember gibt es hier ein nettes Gespräch mit bekannten sowie interessanten Personen des TuS Egge. Am Nikolaustag trafen wir den Mann, der diverse Kaltgetränke zu bieten hat und auch vom Spielfeldrand immer einen lockeren Spruch an Freund und Feind austeilt. Ob er auch bei unseren Fragen so cool blieb? Heute im Gespräch: Norbert Rüsenberg

 

Es ist noch gar nicht so lange her, dass man dich im Kicker-Outfit bestaunen konnte. Beim Sportfest bist du das letzte Mal als aktiver Spieler in der Egge-Arena aufgelaufen. Anschließend war medizinische Hilfe erforderlich. Was genau war passiert?
Norbert lacht: „Mein Körper ist da etwas untrainiert gewesen. Ich kam ins Spiel und auch sofort in den ersten Sprint, bei dem ich mir eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen habe, obwohl ich mich ausreichend aufgewärmt hatte. Aber bei Ecken wurde ich immer wieder eingewechselt und habe verletzt sogar noch ein Tor gemacht.“
(staunende, schmunzelde und eher sekptische Blicke machen die Runde)

Wie lange hast du für den TuS die Schuhe geschnürt? Hast du jetzt nicht Lust, im Vorstand den Verein zu unterstützen?
„Ich habe vom 9. bis zum 33. Lebensjahr für den TuS gespielt. Dabei habe ich sogar unter Spielertrainer Jürgen Schwarze in der 1. Mannschaft gespielt und wurde im defensiven Mittelfeld als „Zerstörer“ des gegnerischen Spielmachers eingesetzt. Hätte sich Jürgen nicht verletzt, wären wir wahrscheinlich aufgestiegen. Der hat alle „Dinger“ unter 30 m eingenetzt!“
„Für Vorstandsarbeit bin ich leider zu sehr gebunden. Uni + Gaststätte und dann noch Vorstand geht nicht."

Sonntags bleibt für dich aber immer mal ein bisschen Zeit für den TuS. Bei Heimspielen findet man dich fast immer direkt neben dem Spielfeld. Zählst du dich eher zu den Analytikern, dem neutralen Zuschauer oder zu den Alt-Hools?
Melanie Rüsenberg: “Alt-Hool!!“
Norbert: “Ich stehe dort, weil mein Herz für den TuS schlägt!“

In deiner Gaststätte gab es schon die ein oder andere haarstreubende Tresendiskussion, diverse Siege wurden gefeiert und Niederlagen begossen. Auch nach sportlichen Höchsttaten am Saisonende ging es hier ordentlich rund! Gab es in den letzten Jahren besondere Momente, an die du gerne zurückdenkst? Zwei, drei Aufstiege gab es ja auch ;)
Ich erinnere mich gerne an einen ehemaligen Trainer, der nach dem Aufstieg nackt in der Kabine stand und rief Alles Latte. Ansonsten macht es mir immer Spaß, mit den Fußballern zusammen zu feiern.“

Das fußballerische Hauptaugenmerk des TuS Egge liegt natürlich bei der ersten Mannschaft. Welche Eindrücke macht das Team deiner Meinung nach in dieser Saison?
Die Abgänge konnten wir ganz gut kompensieren. Man merkt, dass der ehem. Trainer Bentler mehr über die Taktik ging und Trainer Schwarze mehr über die Motivation kommt. Wenn die Mannschaft weiter zusammenhält, ist sicherlich noch ein höherer Platz in der Tabelle möglich. Wenn die Ligen zusammengelegt werden, dann wird es aber schwer. Ich finde auch, dass sich die A-Jugendspieler gut in der 1. Mannschaft eingespielt haben.

Wagen wir mal einen kleinen Blick in die Zukunft. Die demografische Veränderung ist in Schwaney nicht zu übersehen. Gaststätten schließen, die Grundschule ist nicht mehr eigenständig, der Bürgerbus stellt den Betrieb ein. A- und B-Junioren spielen bereits mit dem FC Dahl/Dörenhagen unter gemeinsamer Flagge. Würdest du auch noch einen fusionierten TuS Egge (SG Schwaney / Beispielclub) unterstützen?
„Warum nicht? Liebend gerne! Auch weil mein Sohn hier Fußball spielt und Schwaneyer Jungs dabei bleiben. Sponsoren sind weiterhin unverzichtbar für den Fußball.“

Dein Sohn Marvin spielt in einem der eben angesprochenen Jugendmannschaften und kickt diese Saison im roten Dress. Wie siehst du die bisherige Zusammenarbeit der beiden Vereine?
„Tja ….. kann ich eigentlich nicht viel zu sagen. Wie die Vorstände zusammen arbeiten bekomme ich ja nicht mit. Aber die beiden Trainer überzeugen mich (Schonlau/Bernt d. Red.). Die Jungs verstehen sich ja auch sehr gut. Da kann man nur DANKE sagen!“

Eine Frage habe ich noch, ganz unabhängig vom TuS: Ich sehe hier diverse blau-weiß-schwarze Artikel aus einem bestimmten Fanshop. Wie kam es eigentlich, dass du ein HSV-Fan geworden bist?
Oh, das ist eigentlich eine lange Geschichte. In meiner Jugend war ich Bayern-Fan. Dann lief es mal nicht so gut für die Bayern und ich hatte als Gast den Stadionwart des HSV. Er hat mich anschließend top ausgestattet. Von dem habe ich ganz viele Fanartikel und Eintrittskarten des HSV bekommen. Somit wurde ich HSV-Fan. Heute bin ich froh, dass ich kein Bayern-Fan mehr bin!

Die ersten Gäste trudeln schon ein und nehmen neben uns Platz. Wir wollen dich jetzt auch nicht weiter von der Arbeit abhalten. Besten Dank für das amüsante Gespräch und noch einen schönen Abend! Eule, bis denne!